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Berufsrecht: Zukunft des Heilpraktikerberufs und der Heilpraktikerprüfung

Berufsrecht: Zukunft des Heilpraktikerberufs und der HeilpraktikerprüfungIn letzter Zeit erreichen uns viele Anfragen verunsicherter Kolleginnen und Kollegen – insbesondere auch von Mitgliedern in Ausbildung – ob der Heilpraktikerberuf oder die Heilpraktikerprüfung abgeschafft würden.

Hintergrund sind reißerisch-negative Berichte über Heilpraktiker, wie z.B. die Titelgeschichte des „Sterns“ in Heft 17/2017. Aber auch der 120. Deutsche Ärztetag forderte, der Gesetzgeber müsse alle invasiven Maßnahmen sowie die Behandlung von Krebserkrankungen vom zulässigen Tätigkeitsumfang von Heilpraktikern ausschließen. Bei Krankheiten, die vermutlich über eine Befindlichkeitsstörung hinausgehen, müsse der Heilpraktiker den Kranken zum Arzt schicken.

Jedoch garantiert Artikel 12 unseres Grundgesetzes  auf der anderen Seite die Freiheit der Berufswahl und der Berufsausübung. Dies ist ein hohes Gut, das nicht so ohne weiteres angetastet werden kann. Und weder die Regierung noch die Bundestagsparteien denken ernsthaft daran, die Heilpraktiker in Deutschland abzuschaffen, wissen sie doch ganz genau, welchen Beitrag sie zur Gesundheitsversorgung der Bevölkerung beitragen – und welche Milliardenkosten auf das Gesundheitssystem und die gesetzlichen Krankenkassen zukämen, wenn die Bürger nicht mehr so viel privat aus eigener Überzeugung und eigenem Portemonnaie für Naturheilkunde und Psychotherapie investieren würden.


Was stattdessen derzeit vorgesehen ist, ist das Erarbeiten bundeseinheitlicher Prüfungsrichtlinien durch den Bundesgesundheitsminister, die zum 1. April 2018 in Kraft treten sollen. Dazu haben wir als größter Berufsverband der Heilpraktiker in Deutschland von Staatsekretär Dr. Karl-Josef Laumann am 30. Januar 2017 die Zusage bekommen, dass die Überarbeitung der Leitlinien üblicherweise unter Beteiligung der Fachverbände stattfindet und dass das Bundesministerium für Gesundheit zu gegebener Zeit auf uns zukommt. Dieser Zeitpunkt scheint – jetzt vor den Bundestagswahlen – noch nicht gekommen zu sein.


Lassen Sie sich aber nicht verunsichern durch Meldungen und Meinungen aus der Gerüchteküche und verschiedenen Internetforen, in denen die Spekulationen blühen und z.T. gezielt Ängste geschürt werden! Wir sind am Ball und halten Sie auf dem Laufenden.

 

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