Recht

Korrekte Rechnungsstellung

Rechtsfrage des Monats: Korrekte RechnungsstellungDie korrekte Rechnungsstellung ist nicht leicht, selbst wenn man schon Jahre in eigener Praxis tätig ist. Häufig gibt es Fallstricke, immer mehr Rechnungen werden von den Kassen beanstandet, zudem ist das Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker obsolet.

Kein Wunder, dass insbesondere Berufseinsteiger Hilfe bei der Erstellung Ihrer ersten Rechnungen benötigen.

Frage:
Ich würde gerne Rechnungen schreiben lernen, um sie stellen zu können. Das wichtigste ist mir: Was sollte ich beachten, damit die Frauen und Kinder, mit denen ich arbeite, ihre Sitzungen bei mir erstattet bekommen? Vereinbart sind im Vorfeld 60€ die Stunde. Meine Tätigkeit ist Beratung. Die Frauen und Kinder sind entweder privat versichert oder haben eine Zusatzversicherung. Woran muss ich alles denken? Was muss eine Rechnung alles enthalten, was darf nicht fehlen?

Antwort:
Hinweise zur Rechnung enthält das GebüH in „Allgemeine Grundsätze“. Eine gute Orientierung bietet auch § 12 GOÄ (www.gesetze-im-internet.de). Nach den vorgenannten Fundstellen muss individuell die Rechnung erstellt werden. Dazu gehört auch die Diagnose, weil Ihr Patient ansonsten keine Kostenerstattung durch z. B. seine Private Krankenversicherung erhält.

Sie können sich intern an einem Stundensatz von 60,-- € orientieren, Ihre Abrechnung muss aber korrekt mit dem GebüH übereinstimmen. Haben Patienten keine Möglichkeit der Kostenerstattung, können Sie vor Behandlungsbeginn eine Honorarvereinbarung über den Stundensatz schließen. Ihre Rechnung muss dann keine GebüH-Positionen enthalten, sondern kann sich auf diese Vereinbarung beziehen, und es erfolgt dann eine Abrechnung nach tatsächlichem Zeitaufwand. Ihr Dr. F. Stebner, RA



Quelle: www.heilpraktikerverband.de

 

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