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Aktuelle Meldungen

Warnung vor falschen Diagnosen in Patientenakten

Auch wir Heilpraktiker sind nicht nur Behandler, sondern ebenso Patienten und damit direkt betroffen von der Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) durch die gesetzlichen Krankenkassen. 


 
Für die eigene ePA kann man die Einträge anfordern, die in den letzten 5 bis 10 Jahren dort gemacht wurden. Das schafft Transparenz. Allerdings belegen vielfach Berichte, dass Ärzte falsche Diagnosen stellen, um höhere Abrechnungen bei den Krankenkassen zu erzielen. Und genau das bringt auch Risiken für uns:
 

  • Zum einen bekommen weitere Mitbehandler womöglich ein falsches Bild von uns als Patienten.
  • Zum anderen können solche Falschangaben negative Auswirkungen auf den Abschluss von privaten Zusatzversicherungen oder Berufsunfähigkeitsversicherungen haben.
  • Zum dritten erscheinen wir dann viel „kränker“, als wir (gewesen) sind. Im Leistungsfall stehen wir plötzlich als Lügner da, die angeblich in ihrem Antrag Angaben zu durchgemachten Erkrankungen unterschlagen haben, und es droht eine Kündigung seitens der Versicherung.


Ein genauer Blick in die eigenen Unterlagen ist deshalb wichtiger denn je! Allerdings stoßen Patienten oft auf Widerstand bei den Ärzten, wenn sie Korrekturen verlangen. Und die Krankenkassen ihrerseits lehnen meist Berichtigungen ohne ärztliche Zustimmung ab.

 

Was Sie tun können:
 

Abrechnungen anfordern und prüfen
Fordern Sie alle Leistungsabrechnungen und Medikamentenlisten der letzten 5 bis 10 Jahre bei Ihrer Krankenkasse an. So sehen Sie, welche Informationen über Sie an die Kasse übermittelt wurden.

Mit ePA-Einführung vorsichtig sein
Überprüfen Sie vor der Nutzung der ePA, ob Ihre bisherigen Diagnosen korrekt sind. Bei falschen Einträgen kann es sinnvoll sein, der ePA vorerst zu widersprechen, um eine ungeprüfte Verbreitung fehlerhafter Daten zu verhindern.

Korrektur einfordern
Wenden Sie sich bei falschen Angaben zunächst an Ihren Arzt. Sollte das Gespräch scheitern, können weitere Schritte, wie das Einschalten einer Schlichtungsstelle, eine Strafanzeige wegen Betrugs oder eine Beschwerde beim Bundesversicherungsamt, in Betracht gezogen werden.

Dieses Problem ist nicht nur ein individuelles, sondern ein gesellschaftliches, da dadurch unnötig hohe Kosten im Gesundheitssystem entstehen. Betroffene haben es oft schwer, sich allein gegen die Strukturen durchzusetzen.

Sie sind betroffen?
Um diesem wichtigen Thema mehr Sichtbarkeit zu verleihen und Betroffenen eine Plattform zu bieten, sind weitere Maßnahmen geplant. Wenn Sie Erfahrungen mit falschen Diagnosen gemacht haben oder Unterstützung suchen, können Sie sich an diese E-Mail-Adresse wenden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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