Pankreatitis

Der Fall

Der Patient, männlich, 43 Jahre alt, erkrankte im Juli 2001 an einer Pankreatitis, worauf im September 2001 eine Pankreas - Teilresektion (Pankreasschwanzbereich) vorgenommen wurde. Eine postoperative Pfortaderthrombose wurde ein Jahr lang mit Blutverdünnung behandelt.
Nach einigen Krankenhausaufenthalten wegen Zuständen nach Pankreasteilresektion und postoperativer Pfortaderthrombose hatte er sich wieder einigermaßen gut erholt.

Vor etwa einem Monat bekam er wieder Beschwerden wie Übelkeit, Herzrhythmusstörungen, Gelbfärbung der Haut und Augen. Der Hausarzt hat ihn zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus überwiesen. Dort hat man eine chronische Pankreatitis, eine Entzündung der Gallenblase, erhöhte Leberwerte und zwei Zysten am Pankreaskopf (Blutuntersuchung, CT und Sonografie) diagnostiziert. Durch eine Punktion der größeren Pseudozyste wurde eine Dekompression des Gallenganges erreicht. Sein Zustand hat sich durch die zusätzlich Gabe von Antibiotika rasch wieder gebessert.

Daraufhin wurde er in das Krankenhaus, in dem er 2001 operiert wurde, überwiesen. Dort stellte man anhand einer MR mehrere Pseudozysten am Pankreaskopf fest. Nunmehr hält der Chirurg eine OP mit Abnahme des Pankreaskopfdeckels, damit der Abfluss des Zysteninhaltes zum Duodenum oder Magen ermöglicht wird, für notwendig. Zusätzlich soll die Milz entfernt werden.

Derzeitige Therapie:
Kreon Kapseln (2-2-2), Zurcal 40 mg (0-0-1), Magnesium Verla (1-1-1), Durogesic TTS 25 (alle 72 Stunden). Zusatzsondernahrung 530 kcal tägl.

Fragen des Patienten:
Ich bin 43 Jahre alt. Welche Auswirkungen kann ein derartiger Eingriff haben ?
Gibt es eine "sanftere" Behandlungsmöglichkeit dieser Pseudozysten ?

Antwort des Heilpraktikers:

Zur ersten Frage: Ich bin 43 Jahre alt. Welche Auswirkungen kann ein derartiger Eingriff haben ?
Die möglichen Folgen einer Pankreasteilresektion haben Sie nach Ihren Angaben ja bereits nach der Entfernung des Pankreasschwanzes selbst erfahren. Selbstverständlich sind ähnliche Komplikationen auch bei/nach weiteren Eingriffen möglich.
Inwieweit der Eingriff als solcher notwendig ist kann natürlich nicht hier auf diesem Wege geklärt werden. Die Teilresektion stellt aber in aller Regel die sogenannte 'ultima ratio' also die letzte Lösung dar.
Zuvor ist eine Entlastung durch (die bereits bei Ihnen durchgeführten) Punktionen und eine recht radikale Umstellung der Ernährungsgewohneiten Mittel der Wahl. Ob und warum diese Punktionen nicht wiederholt werden können müsste der behandelnde Arzt darstellen. Hier wäre dann ggflls. die Inanspruchnahme einer zweiten fachärztlichen Meinung ratsam.
Bei dieser Gelegenheit sollte dann auch abgeklärt werden, warum die Splenektomie (Entfernung der Milz) durchgeführt werden soll. Sie steht wohl eher nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Teilresektion und ist auch in der einschlägigen Fachliteratur nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit operativen Eingriffen bei einer Pankreatitis genannt.
Sie sollten sich über die Zusammenhänge ebenfalls vom behandelnden Arzt bzw. einem zweiten Facharzt aufklären lassen.

Zur zweiten Frage: Gibt es eine "sanftere" Behandlungsmöglichkeit dieser Pseudozysten ?
Schulmedizinisch habe ich die Antwort schon vorweg genommen. Die Umstellung der Ernährungsgewohnheiten (Alkoholverzicht, fettarme Kost etc. etc.) sowie die Punktion der Pseudozysten stellen, wenn die Erkrankung nicht zu weit fortgeschritten ist, zunächst das Mittel der Wahl dar.
Naturheilkundlich wird man sich ebenfalls am Stadium der Erkrankung orientieren müssen. Im fortgeschrittenen Stadium sowie bei akuten Schüben wird die seriöse Naturheilkunde adjuvant (also neben der schulmedizinischen Behandlung) arbeiten, in früheren Stadien sowie nach der schulmedizinischen Akut-Behandlung kann eine ausschließliche oder überwiegende naturheilkundliche Behandlung durchaus hilfreich bis heilend sein.
Hier stehen sogenannte konstitutionelle und / oder regulative Therapien wie z.B. die

  • Homöophatie
  • Akupunktur
  • Phytotherapie
  • ausleitende Verfahren/Entgiftungen
  • Stabilisierung des Immunsystems
  • Mikrobiologische Therapie
  • Psychotherapie uvm.

zur Verfügung, die nach intensiver naturheilkundlicher Anamnese und Untersuchung (aber auch unter Berücksichtigung der schulmedizinschen Befunde die ggflls vom Heilpraktiker nachzuvollziehen sind (Labor, MRT etc.)) für jeden Patienten individuell ermittelt und zugeschnitten werden.
Eine direkte 'Behandlung der Pseudozysten' wird aber in aller Regel nicht vorgenommen da der Heilpraktiker ganzheitlich arbeitet und sich nicht auf das unterdrücken/behandeln einzelner Symptome beschränkt.

HP Alexander Krey

(Der voranstehende Beitrag ist eine allgemeine Stellungnahme, die mit größtmöglicher Sorgfalt verfasst wurde. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Stellungnahme ersetzt keine Behandlung durch einen Therapeuten (Heilpraktiker oder Arzt), sondern ist als Information und Hilfestellung für weitere therapeutische Schritte anzusehen.)

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