Viel zu Fett

Patient
männlich, 65 Jahre alt, pensionierter Pfarrer.

Vorgeschichte
Der Patient befindet sich seit vielen Jahren in Behandlung wegen chronischer Rückenschmerzen nach einer Bandscheibenoperation im Bereich L4/L5. Des Weiteren bestehen eine essentielle Hypertonie, ein Diabetes mellitus Typ II und eine chronische Hepatitis C. Der Patient ist sehr lebens-und reiselustig und kommt deshalb regelmäßig auch zu einem persönlichen Gesundheits-Check-up. Im Rahmen dieses Check up biete ich folgende Leistungen standardmäßig an: Ausführliche Risiko-Familien und Sozialanamnese, Herz/Kreislaufuntersuchung, Neurologische Untersuchung, Inspektion der Haut, Inspektion der Augen mittels Irismikroskop und Laboruntersuchungen an. Individuell können natürlich weitere Leistungen dazu genommen oder weggelassen werden. Meist berechne ich hierfür eine Pauschale zwischen 60-150 €.

Aktuelle Beschwerden
Der Patient wurde wegen eines anstehenden Urlaubs vorstellig und wollte sich durchchecken lassen. Da er wie immer nur wenig Zeit habe, wollte er lediglich eine Blutentnahme und eine kurze Herz/Kreislaufuntersuchung über sich ergehen lassen. Vorsorglich habe er heute auf ein Frühstück verzichtet und sei nüchtern.

Untersuchungsbefund
65 jähriger Patient, guter AZ bei adipösem EZ, BMI 28. Aktuell keine Beschwerden. RR: 155/95, HF:75, Herztöne rein, Puls rhythmisch. Lunge auskultatorisch frei keine Nebengeräusche, keine sonstigen Pathologien. Die anschließende Blutentnahme war problemlos, bei erster Betrachtung der Serumröhrchen fiel eine sehr helle Farbe auf. Nach Abschluss der Zentrifugation staunte ich nicht schlecht. Es bildete sich eine etwa 1cm dicke Fettschicht oberhalb der Serumsäule. Leider versäumte ich es diesen Befund zu fotografieren. Die Proben wurden dann an unser Labor weggesandt und der Patient nach 3 Tagen zur Befundbesprechung wieder einbestellt.

Laborergebnisse
Vorbefund

Nach Kontrolle 2d später:

Auffällig sind die massiv erhöhten Triglyceride und ein hohes Cholesterin. Da eine sinnvolle Auswertung nicht gewährleistet war wurde die Untersuchung einige Tage später nochmals wiederholt. Diesmal wurde der Patient explizit ermahnt nüchtern zu erscheinen. Das Ergebnis der Laboruntersuchung fiel jedoch ähnlich katastrophal aus (s.o).

Therapie

Nach einem gründlichen Gespräch und einer Empfehlung die Ernährungsgewohnheiten dringend umzustellen, entschloss sich der Patient zu einer ergänzenden Ozon-Sauerstofftherapie. In 12 Sitzungen wurden jeweils 300ml Blut entnommen, mit Ozon und1.Amp.Procain versetzt und reinfundiert. Nach Abschluss dieser Sitzungsserie und der begleitenden selbstdurchgeführten Diät des Patienten erfolgte eine erneute Laborkontrolle.

Es ließ sich eine signifikante Senkung der Triglyceride und des Cholesterins herbeiführen. Dennoch liegen die Werte noch nicht in einem gesunden Zielbereich. Der Patient versucht weiter seine Diät durchzuführen.

HP Alexander Horn

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