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Mitglieder-Info: Abzockmasche am Telefon

Letzen Monat hat uns diese Nachricht erreicht:  Ich bin Mitglied im Verband und bin leider einer betrügerischen Masche des sog. „Deutschen Medien-Verlages“ (in welcher Schreibweise auch immer) aufgesessen.

Am Dienstag 9.7.2019 wurden wir auf unserer Geschäftsnummer von einem „Deutsche Medien Verlag“ angerufen. Der Mann auf der anderen Seite meldete sich als Herr Richter. Er teilte uns mit, dass sich unser Vertrag eines Werbeeintrags bei Google, den wir vor zwei Jahren geschlossen hätten, gestern 8.7.2019 automatisch verlängert hätte und jetzt eine Zahlung in Höhe von 899€ zzgl. MwSt. fällig wären und uns in den nächsten Tagen als Rechnung per Post zugestellt würde. 

Dieser Herr sprach in einem rasend schnellen Tempo und obwohl ich mehrfach darauf hingewiesen habe, dass wir keinen Vertrag hätten, beharrte er darauf, dass wir aus diesem Vertrag jetzt nicht herauskämen. Auch den Hinweis, dass wir gerne eine Kopie dieses Vertrages hätten, verwarf er mit der Bemerkung, da müssten wir schon in unseren Unterlagen selbst nachschauen. Er bot uns aber an, mit uns einen verkürzten Vertrag auf 6 Monate zu schließen, bei dem sogar eine Ratenzahlung in Höhe von insgesamt 599 € für diese 6 Monate möglich wäre.  Auf unseren mehrfachen Hinweis langsamer und deutlicher zu sprechen ging er nur kurzfristig ein, um uns dann drohenderweise wieder mit allen möglichen Konsequenzen einzuschüchtern.

Nach einem fast 15-minütigen Gespräch willigten wir letztlich ein, den Vertrag in dieser kurzen Laufzeit zu verlängern. Daraufhin beendete er das Gespräch, um es an seinen Kollegen weiterzuleiten, von dem wir auch kurz danach tatsächlich von der gleichen Nummer aus wieder angerufen wurden. Dieser wiederum gab sich betont freundlich und obwohl ich auch ihn darauf hingewiesen hatte, dass dies unmöglich sei, wir hätten ja gar keinen Vertrag geschlossen, verwies er auf das soeben geführte Gespräch. Meine Beschwerden über den „Kollegen Richter“ wies er beschwichtigend zurück. Auch er bot uns an, diesen Vertrag kulanter Weise 6 Monate zu führen mit Ratenzahlung. Dummerweise sagten wir an dieser Stelle zu. Nun verwies er noch darauf, dass dies nun mit einer Aufzeichnung bestätigt werden solle und ich dürfe außer „Ja“ nichts anderes sagen. Das Gespräch wurde aufgezeichnet und hier sozusagen ein Vertrag geschlossen.

Als wir dann nach diesem Gespräch noch einmal mit unseren Kollegen in ….. telefonierten, sagten diese uns, wir sollten den Vertrag sofort zurücknehmen. Jedoch erwies sich ein Anruf unter der Nummer als völlig wirkungslos, da diese Nummer nicht zugewiesen sei und auch nicht existiere. Kurze Zeit später informierten uns unsere Kollegen, dass sie von einem Herrn Richter vom „Deutschen Medien Verlag“ angerufen wurden, der ihnen das gleiche sagte wie uns. Allerdings war unser Kollege vorgewarnt und verlangte eine Kopie des Vertrags. Daraufhin wurde dieser Herr Richter äußerst böse und drohte mit einer Klage. Woraufhin unser Kollege mit einer Gegenklage drohte und daraufhin wurde das Gespräch von Seiten des Herrn Richter beendet ohne weitere Forderungen. Da ich das Telefon auf laut gestellt hatte, konnten meine Kollegen den ganzen Ablauf verfolgen. Nach Rücksprache mit unserem Fachanwalt erstatte ich nun Anzeige wegen arglistiger Täuschung und Betrugs.

Die Recherche nach diesem Verlag ergibt leider nicht viel, außer einer obskuren Firmenbezeichnung „DMV Deutscher Medien Verlag Limited“, wobei ich eine Firmenadresse nicht finden konnte, und einer Pressemeldung, wo sich ein Unternehmen (eine GmbH) mit gleichem Namen abgrenzt:
https://www.openpr.de/news/483702/Stellungnahme-der-Firma-Deutscher-Medien-Verlag-GmbH-zu-einer-Aehnlichkeit-des-Firmennamens.html